Wie du mühelos die beste Crowdfunding Plattform wählst

By 2. Mai 2015Tipps&Tricks
Die richtige Crowdfunding Plattform wählen

Am Anfang jeder Crowdfunding-Planung kommt immer irgendwann die Frage nach der besten Plattform für dein Projekt auf. Wie unsere CrowdCamp-Expert*innen ihre Plattformen (2xStartnext, Kickstarter, Indiegogo und Seedmatch) gewählt haben erfährst du im Video. Und wie du selbst die für dich beste Crowdfunding Plattform wählst, erfährst du weiter unten.

 

Quelle: Dieses Video ist ein kleiner Teil unserer kompletten Crowdfunding Schritt-für-Schritt-Anleitung. Klicke hier, für mehr Informationen und/oder um dich anzumelden. 

 

Ich habe bei meiner ersten Kampagne zunächst geschaut, was es überhaupt für Crowdfunding Plattformen in Deutschland gibt. Eine sehr gute Übersicht findest du hier und hier. Aber irgendwie wusste ich danach auch nicht weiter, denn ich konnte (noch) nicht einordnen was wann und warum für welche Plattform spricht.

In meiner Beratertätigkeit stellte ich dann fest, dass du zunächst  eigentlich nur drei Fragen selbst beantworten musst, um die richtige Crowdfunding Plattform für dich auswählen zu können. Gerne teile ich diese Fragen mit dir und hoffe, dass sie auch dich ein Stück weiterbringen werden.

1. Wer ist deine Crowd?

Es ist wichtig, dass du deine Zielgruppe möglichst genau kennst. Überlege dir also gut, wen du überhaupt mit deinem Projekt ansprechen willst. Wenn du dann eine für deine Zielgruppe idealtypische Person (nennen wir sie Hannes) vor Augen hast, stelle folgende Überlegungen an:

  • Wie (emp)fände Hannes, die von dir gewählte Crowdfunding Plattform?
  • Passt das Image der Crowdfunding Plattform zu dir und deinem Projekt?
  • Ist Hannes vielleicht schon mal auf der von dir gewählten Crowdfunding Plattform gewesen und hat ein Projekt unterstützt?

Natürlich wählst du deine Crowdfunding Plattform danach so aus, dass Hannes die Plattform ansprechend und vertrauenserweckend findet und das die Plattform irgendwie auch zu dir und deinem Projekt passt. Im Idealfall hat Hannes dort sogar schon mal ein anderes Projekt unterstützt. Da Hannes sich dadurch nicht mehr neu registrieren muss, steigt nämlich deine Chance auf eine Unterstützung ein kleines bisschen, da ein Schritt entfällt, bei welchem Hannes sich die Sache vielleicht doch noch einmal anders überlegen könnte, sein Telefon klingelt, oder das Wasser der Spaghetti überkocht…

2. Wo ist deine Crowd?

In welchen Ländern vermutest du deine Crowd? Wenn du – wie Jan und Maxie im Video – davon ausgehst, dass viele deiner Kunden in den USA sitzen, kann es sinnvoll sein, deine Crowdfunding-Kampagne bei einer der großen amerikanischen Crowdfunding Plattformen Kickstarter oder Indiegogo einzustellen. Da Kickstarter am 12.Mai  auch in Deutschland startet, entfallen auch die bisher notwendigen bürokratischen Hürden.

Vielleicht ist aber auch das Gegenteil von dir gewünscht und du möchtest einen starken, regionalen Akzent mit deiner Kampagne setzten? In diesem Fall, kann es gut sein, eine regional ausgerichtete Plattform für deine Kampagne zu wählen.

Die Herkunft deiner Crowd bringt aber auch einen weiteren, und wie ich finde sehr wichtigen, Aspekt mit sich:

Welche Zahlungsoptionen sind deine Unterstützer*innen aus ihrem Umfeld gewöhnt und über welche Zahlungsoptionen verfügt deine Crowd für gewöhnlich? Dies gleichst du mit den Zahlungsoptionen der für dich in Frage kommenden Plattformen ab.

Hinweis: Bei Kickstarter muss Hannes derzeit beispielsweise über ein sog. Amazon Payments Konto verfügen und für dieses braucht man, meines Wissens nach, eine Kreditkarte, die in Deutschland viele Menschen einfach noch nicht haben.

Bei Indiegogo braucht man dagegen zur Zeit einen PayPal-Account, den man sich immerhin auch ohne Kreditkarte anlegen kann. Dennoch könnte dies dazu führen, dass ein paar Menschen vor einer Unterstützung deiner Kampagne absehen.

Startnext und Betterplace.org, die beiden größten deutschen Plattformen für reward-based und donation-based Crowdfunding, haben sich hingegen schon auf die meistverbreiteten Bezahloptionen in Deutschland eingestellt: Hier kann deine Crowd zusätzlich zur Kreditkarte per Bankeinzug, PayPal und Giropay (betterplace.org) beziehungsweise per SofortÜberweisung, Lastschrift oder sogar mit einem Überweisungsträger in der eigenen Bank (Startnext) deine Crowdfunding-Kampagne unterstützen.

3. Welchen Typ von Crowdfunding-Kampagne willst du rocken?

Zu guter letzt, musst du wissen, welche Art von Kampagne du überhaupt fahren willst, denn für jede der grob in vier Arten zu unterteilenden Formen von Crowdfunding existieren entsprechende Crowdfunding Plattformen.

Machst du also ein reward-based, equity-based, donation-based oder lending-based Crowdfunding?

(Wenn dir diese Begriffe noch nichts sagen, schaue mal in die gratis Video-Lektion „Crowdfunding-Basics“ in unserem Crowdfunding Experten-Kurs)

Eine gute  Plattform-Übersicht, die auch nach Art des Crowdfunding unterscheidet, findest du hier.
Soweit so gut. Ich hoffe ich konnte dir etwas bei der Wahl deiner Crowdfunding Plattform behilflich sein. Wenn du noch Fragen hast oder deine eigenen Tipps mit der Crowd teilen magst, schreibe einfach in den Kommentaren.

Bis bald und jetzt Kampagne rocken!
Dein Ernst

  • Rosita Margarita de Bildt

    Ja, hallo! Ich wollt mal sagen: Füchse sind gar keine Rudeltiere.

    • Ja genau, armer Fuchs ganz ohne eine Crowd. Deswegen ist der ja auch alleine im Wald und grübelt über die richtige Plattform nach… 😀

  • Ja genau, armer Fuchs ganz ohne Crowd. Deswegen ist der ja auch alleine im Wald und grübelt über die richtige Plattform nach… 😀